Mein Weg hierher
Mein Weg
Mein beruflicher Weg begann in einer Welt, die auf den ersten Blick wenig mit Psychotherapie zu tun hat – der Welt der Zahlen, Strukturen und Gesetzestexte.
Schon früh bewegte mich der Gedanke, Psychologie zu studieren. Ich entschied mich zunächst für die Betriebswirtschaft und war nach Ausbildung, Studium und Weiterbildung zur eidgenössisch diplomierten Steuerexpertin viele Jahre in der Steuerberatung tätig. Mein Lebensweg führte mich dabei für mehrere Jahre in die Schweiz und nach Liechtenstein, zeitweise auch mit Zweitwohnsitz in Italien.
„Nichts im Leben – eines Menschen, einer Gesellschaft oder einer Institution – bleibt ohne steuerrechtliche Folgen.“ Geburt, Krankheit, Heirat, Scheidung, Tod – jeder Lebensknoten findet seinen Niederschlag im Gesetz. Und doch stehen hinter diesen Regelungen stets menschliche Geschichten, Entscheidungen, Brüche, Verflechtungen und Neubeginne.
Die innere Wende
Über all die Jahre hinweg begleiteten mich psychologische Fragestellungen – leise, aber beständig. Menschen suchten das Gespräch mit mir, vertrauten sich an und beschrieben mich als ruhigen Anker. Schon früh erkannte ich, dass ich Halt geben kann – nicht durch schnelle Lösungen, sondern durch Präsenz, Klarheit, mein Verständnis für Zusammenhänge sowie die Fähigkeit, auch schwierige Gefühle mitzutragen.
Es erfüllte mich, Menschen in belastenden Lebenssituationen begleiten zu dürfen – nicht, weil ich Antworten vorgab, sondern weil ich Räume halten konnte, in denen sich eigene Antworten zeigen durften.
Besonders deutlich wurde mir dies in der Begegnung mit Krankheit, Abschied und Sterben. In unserer Gesellschaft ist der Umgang mit Tod und Vergänglichkeit häufig von Verdrängung geprägt. Viele Menschen stehen in diesen existenziellen Momenten sehr allein. Der Wunsch, hier da zu sein – mit Ruhe, Tragfähigkeit und echter Zuwendung – führte mich in die Begleitung am Lebensende.
Nach mehreren Jahren, in denen ich zudem meine Eltern pflegen durfte, reifte in mir die Entscheidung, meinen beruflichen Weg neu auszurichten. Ich absolvierte die Ausbildung zur Heilpraktikerin und erhielt die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie.
Heute arbeite ich als Heilpraktikerin für Psychotherapie in eigener Praxis. Darüber hinaus bin ich ehrenamtlich in der Hospizbegleitung tätig. Zusätzlich arbeite ich in Teilzeit in einer akutpsychiatrischen Klinik und erlebe dort täglich, wie unterschiedlich psychische Krisen verlaufen können – und wie wichtig ein stabiler, wertschätzender Rahmen für Heilungsprozesse ist.
Diese Erfahrungen – in der Praxis, im klinischen Setting und in der Begleitung am Lebensende – fließen in meine Arbeit ein. Sie vertiefen mein Verständnis für die Vielschichtigkeit menschlicher Krisen und stärken zugleich meine Überzeugung, dass Entwicklung auch unter schwierigen Bedingungen möglich ist.
Mein therapeutischer Ansatz
Über allem steht für mich ein ganzheitlicher Ansatz: Der Mensch ist mehr als seine Symptome. Jeder trägt grundlegende Ressourcen und Antworten bereits in sich. Oft fehlt nicht die Fähigkeit zur Lösung, sondern der Zugang dazu – sei es durch Angst, Überforderung oder fehlende Klarheit.
In meiner therapeutischen Arbeit verbinde ich Empathie, Intuition, Verständnis für Strukturen und Systeme sowie eine wache Wahrnehmung mit verhaltenstherapeutischen Methoden. Eine zentrale Grundlage bildet dabei die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT).
ACT geht davon aus, dass belastende Gedanken und Gefühle nicht vollständig kontrollierbar sind – wohl aber unser Umgang mit ihnen. Im Mittelpunkt stehen Achtsamkeit, die Bereitschaft, innere Erfahrungen anzunehmen, sowie die bewusste Ausrichtung an persönlichen Werten. Ziel ist nicht die Vermeidung von Schmerz, sondern die Entwicklung psychischer Flexibilität: die Fähigkeit, auch in schwierigen inneren Zuständen handlungsfähig zu bleiben und Schritte in Richtung eines sinnstiftenden Lebens zu gehen.
So unterstütze ich Menschen dabei, Abstand zu belastenden Gedanken zu gewinnen, Klarheit über persönliche Werte zu entwickeln und konkrete, realistische Veränderungsschritte im Alltag umzusetzen.
Die Frage, was es bedeutet, Mensch zu sein, ist für mich ein innerer Leitstern. Sie erinnert mich daran, dass Entwicklung den bewussten Willen braucht – und zugleich Freude, Offenheit, Flexibilität und den Mut, sich immer wieder neu auszurichten. In dieser Haltung begegne ich auch den Menschen, die ich begleite.
Berufliche Mitgliedschaft:
Mitglied im Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e. V. (VFP)
Kontakt
Wenn Sie sich angesprochen fühlen, können Sie sehr gerne Kontakt mit mir aufnehmen. Nutzen Sie dafür einfach das Formular – ich melde mich in der Regel innerhalb von 1-2 Werktagen persönlich bei Ihnen zurück.
Sie können mir gerne auch stichwortartig oder unsicher schreiben.
Alternativ können Sie mich auch direkt per E-Mail kontaktieren: kontakt@trilumen.de

